Ehrenmal

Im Frühjahr 1968 wurde bei der Schule ein neues Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege errichtet. Nach der Einweihung war in der örtlichen Zeitung zu lesen:

Ehrenmal in Helte wurde feierlich eingeweiht

-kk- Helte. – Ein Ehrenmal für die Gefallenen haben die Helter bei der Schule gebaut. Es gehört sicherlich zu den schönsten im Kreis Meppen. In der Mitte des 9 Meter langen Ehrenmals befindet sich eine 3 Meter hohe Säule mit eingemauertem Kreuz, während der andere Teil nur 1,50 Meter hoch ist. Unter dem Kreuz sind die Plastik eines gefallenen Soldaten und der Spruch: „Ich bin die Auferstehung und das Leben” zu sehen. Vor dem Denkmal liegt ein großer Rasen, und an beiden Seiten des Denkmals sind Blumenbeete angelegt. Eingeschlossen wird das Ganze von einem Jägerzaun.
Am Sonntag fand die Einweihung des Ehrenmals statt. Nach einem Musikstück und einem Gedicht zu Ehren der Gefallenen und Vermissten hielt Bürgermeister Kemper eine kurze Ansprache. Er bedankte sich bei den Firmen Bode (Entwurf), Nüning (Bau) und Buten (Anlage und Blumen), die dafür gesorgt hatten, dass das Ehrenmal auch den Gefallenen wirklich zur Ehre gereicht. Sein Dank galt auch allen, die zur Verschönerung der Feier beitrugen. Er sprach die Hoffnung aus, dass der Friede in Europa erhalten bleibe. Nach einem weiteren Gedicht und Musikstück las ein Helfer den Brief eines Gefallenen vor, der die ganze Sinnlosigkeit des Krieges, aber auch die Hoffnung des Soldaten auf einen guten Sinn seines Opfers klarstellte.
Dann nahm Pfarrer Fritze (Bokeloh) die Einweihung vor. In seiner Rede sagte er unter anderem, dass das Kriegerdenkmal ein Platz zum Beten sei für die, die man nicht am Grab besuchen könne, auch ein Ort der Mahnung „Schafft Frieden, nicht Krieg”.
Man solle aber auch an die denken, die am 17. Juni 1953 ihr Leben gaben, an die Toten der Mauer, an die Menschen, die noch heute in aller Welt im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, in den Kriegen in Asien und Afrika sterben, und an die Opfer der politischen Unruhen in Amerika.
Am Ende der Feier wurden von der Gemeinde Helte, dem Schützenverein St. Vitus, Bokeloh, und vom VdK Helte Kränze niedergelegt.
Die musikalische Gestaltung dieser Feier besorgte die Blaskapelle Lehrte unter der Leitung von Hans Jansen.
(Zeitungsartikel vom 19. Juni 1968)

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