Dorferneuerung 2002 – 2010

Dorferneuerung Helte

In der Zeit von 2002 bis 2010 wurde in Helte eine Dorferneuerungsmaßnahme durchgeführt. Hier eine Übersicht, welche Arbeiten dabei erfolgten:

  • 2002  Fahrbahnteiler bei Röckers nördlich Dorfeingang
  • 2003  Fahrbahnteiler, Busspur und Haltestelle Bawinkeler Damm
  • 2004  Erweiterung Dorfgemeinschaftshaus
  • 2005  Neugestaltung Umfeld Dorfgemeinschaftshaus
  • 2005  Herstellung von 3 Buswartehäuschen
  • 2006  Umsetzung, Sanierung und Erweiterung einer ortsbildgerechten Fachwerkscheune
  • 2008  Anlegung eines Bauerngartens
  • 2008  Sanierung Glockenturm
  • 2008  Bau einer Querungshilfe am südlichen Dorfeingang
  • 2009  Renovierung des ehemaligen Spritzenhauses

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Die Meppener Tagespost schreibt dazu am 06. Oktober 2004

Die Dorferneuerung in Helte wird fortgesetzt
Die Dorferneuerungsmaßnahmen in der Ortschaft Helte werden im kommenden Jahr fortgeführt. … Auf der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Stadtplanung erläuterte Diplomingenieur Siegfried Böhm die geplanten Schritte. Der Arbeitskreis ”Dorferneuerung Helte” habe in seiner letzten Zusammenkunft gemeinsam mit der Verwaltung gewünschte Maßnahmen für den öffentlichen Bereich im Jahr 2005 erarbeitet, erklärte Böhm.
Neben der Errichtung von drei ortsbildprägenden Buswartehäuschen solle im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses eine ergänzende Fläche als Hofplatz mit Dorfpflaster befestigt und eine Remise in Rekonstruktion errichtet werden. Diese dorfbildtypische Remise werde an anderer Stelle abgebaut und in dem vorgenannten Bereich wieder errichtet.
Ein großer Teil der anfallenden Arbeiten werde von den Helter Bürgern in Eigenleistung durchgeführt. Entsprechend der Bezuschussung durch Übernahme der Materialkosten in Holthausen und Hemsen würde sich für Helte ein Gesamtbetrag von 15000 Euro ergeben. Bei einer Förderung aus Mitteln der Dorferneuerung zu 50 Prozent könnten 7500 Euro als Einnahme verbucht werden. Für die Umsetzung der Remise und die Pflasterung des Hof-Platzes gehe man von Kosten in einer Größenordnung von 10000 Euro aus, die ebenfalls zur Hälfte aus Dorferneuerungsmitteln gefördert werden können. Der Bauausschuss schloss sich einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung an, dem Verwaltungsausschuss zu empfehlen, die geplanten Maßnahmen umzusetzen und einen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

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Nach Abschluss der Arbeiten wird von der Meppener Tagespost am 09. September 2011 dazu festgehalten:

Zufrieden mit Arbeit an Heltes Herz
Mitwirkende ziehen positives Fazit nach Abschluss der Dorferneuerung
Meppen-Helte. Dem Ort wieder einen Mittelpunkt zu geben stellte die zentrale Herausforderung für all jene dar, die an der Dorferneuerung in Helte mitgewirkt haben. Und das waren neben Fachleuten aus Architektur und Verwaltung auch die Bewohner selbst. Jetzt, nachdem alle Vorhaben abgeschlossen sind, ziehen die federführenden Beteiligten zufrieden ein Fazit.
Einen wirklichen Mittelpunkt suchte man zuvor vergebens in Helte, wo es keine Kirche gibt und auch keine Schule mehr. Wohl aber ein ehemaliges Schulgebäude, bei dem es nahelag, es zu einem Dorfgemeinschaftshaus zu machen. Die Erweiterung des denkmalgeschützten Domizils um einen neuen Eingangsbereich ist eine der markantesten baulichen Veränderungen, die in den vergangenen zehn Jahren hier stattfanden. Weitere Arbeiten reichten von der Herstellung von drei Buswartehäuschen bis zur Anlegung eines Bauerngartens. Wie Nele Rosenhagen vom Amt für Landentwicklung erläuterte, ging es darum, bauliche Veränderungen zu schaffen, die zweckmäßig für die heutige Zeit sind, aber gleichwohl den dörflichen Charakter des Ortes unterstreichen.
„Was lange währt, wird wirklich gut“, resümierte der Meppener Stadtplaner Dieter Müller am Donnerstag das umfangreiche Bündel an Projekten, das allmählich abgearbeitet wurde, nachdem Helte 1999 als eines der letzten Dörfer der Stadt Meppen in die Dorferneuerung aufgenommen worden war. Insgesamt zehn Arbeitskreise machten sich seinerzeit zusammen mit Landschaftsarchitekt Alfons Brümmer ans planerische Werk, ehe die Umsetzung 2002 mit einem Fahrbahnteiler nahe dem Gasthaus Röckers losging. Die Arbeiten im Umfeld der alten Schule als Herz der Erneuerung wurden 2004 in Angriff genommen. Das Gebäudeensemble wurde um einen hölzernen Glockenturm und eine halb offene Remise erweitert. Letztere bietet sich nun für unterschiedlichste Freiluft-Veranstaltungen an. „Sie wird gerade im Sommer intensiv genutzt. Früher gab es hier nur eine beengte Grillhütte“, sagte Heltes Ortsvorsteher Wilhelm Schulte, der auf die umfangreiche freiwillige Hilfe seitens der Einwohner hinwies, die „das Dorfgemeinschaftsleben gestärkt“ hätten. Wie die Mitwirkenden hervorhoben, ist die Dorferneuerung zudem untrennbar mit Ewald Holt verbunden, dem verstorbenen ehemaligen Ortsvorsteher.
Ein „Europa-Förderschild“ am einstigen Spritzenhaus, das jetzt unter anderem als Lager genutzt wird, führt vor Augen, dass die Dorferneuerung zu einem bedeutenden Teil aus Fördermitteln finanziert wurde: 204530 Euro waren es von insgesamt investierten 422900 Euro.

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