Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus

Das heutige Dorfgemeinschaftshaus, das ehemalige Schulgebäude, wurde im Jahr 1950 errichtet. In der Grundsteinlegungsurkunde dazu, die in Plattdeutsch gehalten ist, heißt es:

Grundsteinlegungsurkunde

Wir wollen mit Gottvertrauen – die neue Schule bauen.
Das leben ist kurz – nur ein Tritt, ein Schritt.
Die ganze Welt vergeht – mit all ihrer Schönheit.
Der liebe Herr geht die Wege immer mit - und trägt uns alle in seiner Hand!

Nach Kriegszeiten und Notjahren wollen wir das neue Schulhaus bauen, damit unsere Kinder mit Fleiß und Mut all das wieder aufbauen helfen, was in unserer Bauernschaft und in unserem Emsland verloren ging. Das Elternhaus legt das Fundament. Die Schule und das Leben bauen es weiter. Den Segen muss unser Herrgott geben.

1810 ist die erste Schule in Helte gebaut worden, nach 1870 die zweite und 1950 das dritte Schulhaus.
Zu dieser Zeit regiert Papst Pius XII die Christenheit, ist Dr. Wilhelm Berning unser Erzbischof in Osnabrück, Franz Diekmann Pfarrer in Bokeloh.

In Deutschland ist Prof. Th. Heuss unser Bundespräsident, Dr. Adenauer Bundeskanzler, Dr. Petermann Regierunspräsident, Dr. Kerckhoff Landrat, Ermert Oberkreisdirektor, Heinrich Holt Bürgermeister von Helte. Ihm stehen bei im Gemeinderat: Heinrich Jansen, Gerhard Bruns, Heinrich Voss, Otto Schmidt, Arthur Preller, Bernhard Holt.

Für die Schularbeit und das neue Schulhaus halfen:
Regierungsrat Engelhard in Osnabrück, Schulrat Schneller in Meppen, Lehrer V. Golkowski in Helte.

Für den Bauplan und die Bauleitung zeichnen sich verantwortlich:
Regierungsbaurat Schad, Staatl. Hochbauamt, Kreisbaumeister Oehm, Architekt Hellermann.
Die Bauarbeiten haben ausgeführt:
Gebr. Menke, Haren als Maurer; Johann Schwarte, Helte als Zimmermann; Steinkamp, Schleper als Tischler; Redecker, Meppen als Maler, Mersmeyer, Meppen als Installateur; Altmeppen, Meppen als Elektriker.

Im Jahr, an dem wir den Grundstein gelegt haben, hat die Gemeinde Helte 452 Seelen, davon sind 82 Schulkinder. An die 100 Seelen wurden von Haus und Hof vertrieben und haben in Helte eine neue Heimat gefunden.

Die Zeiten sind in Stadt und Land zur Zeit nicht gut. Die ganze Gemeinde packt mit an, damit unser neues Schulhaus ansehnlich und ordentlich erbaut wird. Die Kinder werden ihren Eltern dafür dankbar sein.

Wie der Anfang, so ist auch das Ende  -  In Gottes Namen – Amen

Helte, im Juni 1950

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